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9465 Heinrich-Hertz-Europakolleg 10.06.2016
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BVG-Baureihen D und DL  
BVG-Baureihe F (Drehstrom)
Beschreibung: Teil 2 der großen Sketch Revision.

1980 hatte die BVG bereits drei große Serien der Baureihe F in Betrieb - F74, F76 und F79, jeweils mit ihren Teillieferungen. Die letzte davon war die erste mit Drehstromantrieb - groß war diese Serie aber wiederum nicht, insgesamt 6 Triebwagen.
1984 benötigte man für die Verlängerung der U7 nach Spandau erneut Neufahrzeuge und da die Grundkonstruktion jetzt schon etwas älter war, nutzte man die Gelegenheit, sie etwas weiterzuentwickeln: Der F84 besaß als Neuerung Schwenkschiebetüren und wie schon der F79.3 Drehstrommotoren, außerdem wurde die Front geringfügig überarbeitet. Das alles kam vor allem dem Leichtbau zugute, benötigte man ohne Taschenschiebetüren doch weniger dicke Seitenwände. Anfangs wollte man die neue Baureihe H84 nennen, aber das rechtfertigten die Änderungen dann am Ende doch nicht. 1986 wurde für die Erweiterung der U8 nach Reinickendorf nochmals eine Nachlieferung geordert, das wurde der F87.

Nachdem Westberlin 1989 aufhörte, eine abgeschottete Insel zu sein, benötigte man abermals Neufahrzeuge - und zwar schnell. Die Geisterbahnhöfe an der U6/U8 öffneten wieder ihre Pforten, die Fahrpläne dort verdichteten sich und die Züge verlängerten sich. Also bestellte man eilig den F90, der einen etwas helleren Innenraum als der F84/F87 hat (das wurde aber später angeglichen), erstmals Türknöpfe und etwas weiterentwickelte Antriebe.
Bald stellte sich auch heraus, dass man aus dem DDR-Großprofilzug EIII nicht wirklich was sinnvolles machen konnte, also war ein letztes Mal die Zeit des F-Zugs gekommen und es wurde 1992 noch die letzte Bauserie F92, baugleich zum F90, ausgeliefert. Danach war aber dann wirklich Schluss und man begann, allmählich den Nachfolger H zu entwickeln, der mit dem F-Zug nur noch wenig gemeinsam haben sollte.

Bereits um die Jahrtausendwende hatte die BVG langsam keine Lust mehr, sich mit der unzuverlässigen ersten Drehstromserie herumzuplagen. Die Antriebstechnik wich von den späteren Serien ab und gerade die Luftfederung machte immer mehr Probleme bei der Ersatzteilversorgung. So endete der Einsatz der F79.3 bereits 2003, manche Einheiten wurden nicht mal mehr auf Selbstabfertigung umgebaut.

Im Gegensatz zu den Schaltwerkern war der Bestand an Drehstromzügen damit in den 2000ern recht jung. Das heißt allerdings nicht, dass diese Serien von den Problemen ihrer Vorläufer verschont blieben - nicht zuletzt, nachdem man den Leichtbau ja immer weiter optimieren wollte, der F79 war da noch lange nicht der Endpunkt. Ihr geringeres Alter und ihre geringere Laufleistung kommt den Drehstromern hier allerdings zugute - bislang konnte noch jedes Fahrzeug gerettet werden. Auch wenn die DB, die die Wagen im AW Wittenberge wieder zusammenschweißt, sich die Nachhilfe sicher teuer bezahlen lässt. Besser das als entweder Zustände wie im Kleinprofil, wo schon ein Drehstromwagen von 1994 verschrottet werden musste oder in ein paar Jahren das F79-Drama von vorn.

Ansonsten gab es bei den Drehstromern seit ihrer Inbetriebnahme nur geringe Veränderungen. Die F84 und F87 wurden noch mit Fallblattanzeigern ausgeliefert, diese wurden um 2000 durch die Rollbandanzeigen ihrer Nachfolger ausgetauscht. Der F84 2770/2771 fährt seit 1993 mit einem Wagenübergang herum, damit erprobte man dies seinerzeit für die H-Züge. Und ihre holzbraunen Innenräume haben die F84/F87 in den 2000ern verloren - seither fahren sie wie die F90/F92 hellgrau umher. Einzige Ausnahme ist (noch) der F87 2826/2827.

Wie es weitergeht, das wird man sehen. Kürzlich fiel die Entscheidung, dass Stadler in den nächsten Jahren die Baureihen J/Jk herstellen wird - ob dadurch wohl sofort irgendwelche F-Züge außer Betrieb gehen, darf stark angezweifelt werden, erst mal muss die BVG das riesige Loch in ihrem Fuhrpark wieder auffüllen, das die F79 seit 2018 in diesen gerissen haben.



Land: Deutschland
Betrieb: Berliner Verkehrsbetriebe "BVG" (West)
Hersteller: ABB, AEG, Orenstein & Koppel, Siemens, Waggon Union, Adtranz
Typ: F-Drehstrom
Anzahl: 151
Nummern: 2712 - 3013
Beschaffung: 1980 - 1994
Ausmusterung: (nur F79.3) 2002
Bildtyp/-art:
Schlüsselwörter:  
Datum: 11.04.2020 21:00
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Hinzugefügt von: Stolt Jensenberg
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BVG-Baureihe F (Schaltwerk)