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Bahnhofsgebńude Bestensee 27.10.2007
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├╝stra TW 3000  
VGF-Baureihen P, Pt und Ptb
Beschreibung: "P-Wagen" oder auch: Die eierlegende Wollmilchsau der Frankfurter Stadtwerke.

Ende der 60er war die - letztendlich nicht vollzogene - Konvertierung der Frankfurter Stra├čenbahn ├╝ber den Zwischenschritt der Stadtbahn zu einer U-Bahn durch die Er├Âffnung der ersten Stammstrecke ins Rollen gekommen. Allerdings wollte man nicht mehr jedes Mal bis zum Ende des Ausbaus der jeweiligen Strecke warten m├╝ssen, bis man dort mit (halb)richtigen U-Bahnen fahren konnte, deshalb brauchte man - wie so viele St├Ądte damals - Fahrzeuge, die sowohl Stra├čen- als auch Tunnelbetrieb konnten.

Mit dieser Motivation entstand ab 1972 der Pt-Wagen - t wie tunnelg├Ąngig. Technisch wurde sich stark am erst 1969 beschafften O-Wagen orientiert, allerdings erhielten die Fahrzeuge angetriebene Rollbandanzeigen, die aus dem U2 bekannten F├╝hrerst├Ąnde und nat├╝rlich die ben├Âtigten Klapptrittstufen. Ein neues Design gab's obendrauf, damit wurde auch eine neue Lackierung bei den Stadtwerke-Fahrzeugen eingef├╝hrt. Man k├Ânnte es Frankfurter Einheitsdesign nennen, die S-Bahn Rhein-Main sah ja ab 1978 genauso aus.

Die erste Lieferung von 30 Wagen wurde bis 1974 ausgeliefert und ging im selben Jahr auf der zweiten Strecke der U-Bahn, der B-Strecke, in Betrieb. Die B1 als heutige U5 endete damals noch an der Gie├čener Stra├če und am Theaterplatz.
Die zweite Bauserie unterschied sich wiederum in einem wichtigen Detail von den ersten Fahrzeugen: Die Klapptrittstufen fielen weg. Die Wagen 681 bis 716 waren die ersten reinen P-Wagen, sie besa├čen wie ihre Vorg├Ąnger wieder feste Stufen. Grund: Die Klapptritte waren teuer und mehr tunnelg├Ąngige Wagen brauchte man einfach damals einfach noch nicht. Aus dem gleichen Grund wurde auch die dritte Bauserie mit den Wagen 717 bis 750 nur als reine Stra├čenbahnserie konstruiert - allerdings stieg man hier auf Einholmstromabnehmer um.

Der Bedarf an Pt-Wagen sollte erst 1986 zur Er├Âffnung der C-Strecke mit den Linien U6 und U7 steigen: Dies f├╝hrte dazu, dass ab 1985 die Wagen 724 bis 750 mit Trittstufen nachger├╝stet wurden. 1992 erfolgte dieser Schritt auch bei den noch verbliebenen P-Wagen, da man wegen der U7-Verl├Ąngerung nach Enkheim noch mal schnell mehr Hochflurfahrzeuge ben├Âtigte. P-Wagen gab es somit nur zwischen 1975 und 1992.

1996 wurde als Stadtwerke-Tochter die VGF gegr├╝ndet, wie alle Schienenfahrzeuge wurden die Pt-Wagen bald fast alle in die neue Unternehmensfarbe umlackiert. Das zog sich allerdings - mit Wagen 710 war bis zum Einsatzende 2016 ein Pt(b)-Wagen im Altlack unterwegs.

Als ab 1998 sowohl U2-Wagen auf der C-Strecke eingesetzt werden sollten als auch die 1980 zur Konstablerwache zur├╝ckgezogene U5 wieder zum Hauptbahnhof fahren sollte, musste eine L├Âsung f├╝r die aus dem Mischbetrieb resultierenden gro├čen L├╝cken zum Bahnsteig gefunden werden. In einer komplizierten logistischen Aktion mit mehreren Wagendrehungen und Teilumbauten wurden die Wagen 692 bis 750 zu Ptb-Wagen umgebaut - tunnelg├Ąngig und breit, man kann auch sehen, warum. Die Stra├čenbahnzeit war f├╝r diese Wagen damit vorbei, ab dann hie├č es nur noch U-Bahn fahren. Gleicherma├čen kamen 651 bis 691 fortan nur noch als Stra├čenbahnen zum Einsatz.

So gut sich die P-Wagen als Stra├čenbahnen eigneten, desto unbeliebter waren sie im Tunnelbetrieb: Die Beschleunigung der Wagen wurde als zu niedrig befunden, gleicherma├čen hatten sie es beim Bremsen umso eiliger und schmissen dabei kiloweise Sand ins Gleis. Die Ergonomie f├╝r die Fahrer war eher d├╝rftig und nicht zuletzt kam hinzu: Als zweckentfremdete Stra├čenbahn mit nur 6 T├╝rfl├╝geln pro Wagenseite und 2,35 Metern Breite waren die Fahrzeuge dem Ansturm auf die neuen Schnellbahnstrecken nicht gewachsen. Schon 1986 wurden die Langz├╝ge (!) auf der U6 und U7 f├╝r ihre geringe Kapazit├Ąt kritisiert. Man sieht es heute noch: Schon ein Vollzug aus U5-Wagen nimmt mehr Leute mit als ein P-Langzug. Die Umstellung der U7 auf deutlich breitere U2e-Wagen 1998 war daher sehr willkommen.

W├Ąhrend die Pt-Wagen sich erstmals 2007 aus dem Betrieb verabschiedeten, waren die Ptb-Wagen noch bis 9. Oktober 2016 im Einsatz. Ihr letzter R├╝ckzugsort war die damals noch nicht vollst├Ąndig hochflurige U5, w├Ąhrend sie auf der U6 und U7 nach 2013 kaum noch zum Einsatz kamen. Bei der Stra├čenbahn wurde die Situation gleichzeitig immer prek├Ąrer: Durch Unfallsch├Ąden fiel ein Niederflurwagen nach dem anderen aus. Pt-Wagen gab es aber inzwischen keine mehr, die wurden alle (inklusive dem Museumswagen 690) ins Ausland verkauft. Also wurden als Notl├Âsung 2013 drei Ptb-Wagen wieder zu Pt-Wagen umgebaut und kamen fortan wieder als Stra├čenbahn zum Einsatz - heute sind das die drei Museumswagen 128, 138 und 148 im Originalzustand von 1978.
Aber auch das reichte f├╝r den Betrieb noch nicht: Inzwischen sind mit den Museumsfahrzeugen wieder f├╝nf Pt-Wagen auf den Linien 15 und 17 anzutreffen. Und das wird auch erst mal so bleiben. Ihr endg├╝ltiger Ersatz ist erst Anfang der 20er mit den T-Wagen geplant.

Land: Deutschland
Betrieb:
Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (ehemals Stadtwerke Frankfurt am Main)

Hersteller: Duewag

Typ: P, Pt und Ptb

Anzahl: 100

Nummern: 651 - 750

Angeschafft: 1972 - 1978

Ausgemustert:
P - 1992 (vollst├Ąndiger Umbau zu Pt)
Pt - erstmals 2007, seit 2013 wieder im Einsatz
Ptb - 2016
Bildtyp/-art:
Schlüsselwörter:  
Datum: 02.10.2019 17:45
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Hinzugefügt von: Stolt Jensenberg
Kommentare
Darth Sauron
Administrator

Registriert seit: 15.03.2012
Kommentare: 8276
Falls das
ein Versuch war, meine Erl├Ąuterungen zum Dings in der L├Ąnge zu ├╝bertreffen...


...bin zumindest ich zu faul die Buchstaben zu z├Ąhlen
02.10.2019 18:02 OfflineDarth SauronTheArkerportian at yahoo.comhttp://www.mm-trains.de
Stolt Jensenberg
Member

Registriert seit: 18.06.2009
Kommentare: 5266
Ja aber hier wusste ich dass es lang wird
P ist ein extrem facettenreiches Wesen.
02.10.2019 18:19 OfflineStolt Jensenbergjan.scholtyssek at outlook.de
Stolt Jensenberg
Member

Registriert seit: 18.06.2009
Kommentare: 5266
Ach ja
weil ich's vergessen hab und bestimmt nicht alles noch mal ohne Umlaute formulieren will: Die Nummern sind 651 bis 750.
02.10.2019 18:37 OfflineStolt Jensenbergjan.scholtyssek at outlook.de
Darth Sauron
Administrator

Registriert seit: 15.03.2012
Kommentare: 8276
So genehm?
02.10.2019 19:45 OfflineDarth SauronTheArkerportian at yahoo.comhttp://www.mm-trains.de
Stolt Jensenberg
Member

Registriert seit: 18.06.2009
Kommentare: 5266
Bis auf
dass ich die Zeilenumbr├╝che mit Absicht gesetzt hatte: Dank├ę
02.10.2019 19:53 OfflineStolt Jensenbergjan.scholtyssek at outlook.de
Darth Sauron
Administrator

Registriert seit: 15.03.2012
Kommentare: 8276
Dank├ę?
Was ist das jetzt nun? Ein Sauerkrautbaguette?
04.10.2019 22:09 OfflineDarth SauronTheArkerportian at yahoo.comhttp://www.mm-trains.de
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