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Häuschen im Gleisvorfeld des Mainzer Hauptbahnhofs
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British Rail HST Swallow  
British Rail HST IC125
Beschreibung: Die Geschichte des InterCity-Verkehrs in Großbritannien begann ungefahr zeitgleich mit der Massenmobilisierung der 50er Jahre. Durch Autobahn und Flugzeug hatte die Eisenbahn auch in ihrem Mutterland erstmals echte Konkurrenz bekommen, und musste sich etwas ausdenken, um relevant zu bleiben. Zunächst war das ab den 50ern eine umfassende Modernisierung des Streckennetzes für höhere Geschwindigkeiten. In den 60ern wurde dann das Projekt APT begonnen, "Advanced Passenger Train". Bis zu 200 km/h schnell, mit aktiver Neigetechnik, und mit Schwierigkeiten überwuchert, sodass letztlich nichts draus wurde. Die 200 km/h wollte man aber nicht aufgeben, also wurde ein vergleichsweise konventioneller Ersatzzug entwickelt, aus dem schließlich der heute bekannte High Speed Train wurde.

Diese HSTs bestehen aus zwei Dieselloks der Baureihe 43 und einer je nach Betreiber variienden Anzahl an Mittelwagen. Bei den Wagen handelt es sich um Mark 3s, die ungefähr gleichzeitig und aus dem gleichen Grund, aber dennoch unabhängig von APT und HST für lokbespannte Züge entwickelt wurden. Das britische Gegenstück zu den Eurofima-Wagen, im Wesentlichen*. Für den Inter-City 125 – so der damalige Markenname des HST – aber ebenfalls bestens geeignet waren. Ein paar Anpassungen wurden dennoch daran vorgenommen, die HST-Wagen haben zB. keine Puffer.

Die Class 43 – ursprünglich Classes 253, 254 und 255 derweil, wurde vor allem auf Geschwindigkeit optimiert. Sie stellte mit 238 km/h den heute noch gültigen Rekord für (Serien)-Diesellokomotiven auf. Die Kabine hinter dem Maschinenraum diente ursprünglich als Behausung für die Zugchefs. Da diese sich allerdings über die Lärmentwicklung beklagten, wurden später zusätzliche Mittelwagen in die Züge eingefügt, die am lokseitigen Ende eine entsprechende Kabine mit eigener Seitentür aufwiesen.

Heute sind die HSTs – seit der Bahnprivatisierung auf etliche Unternehmen verteilt – noch fast vollzählig im Einsatz und bilden nach wie vor das Rückgrat des britischen Fernverkehrs. Ersatzbaureihen wurden inzwischen schon etliche Male bestellt – die ganzen Voyagers, Adelantes, und was es nicht gab. Da die britische Eisenbahn zu dieser Zeit aber in einer erneuten Modernisierungsphase war und damit auch die Fahrgastzahlen merklich stiegen, überstanden die HSTs ihre Ausmusterung ohne einen einzigen Verlust. Allerdings wird es nun tatsächlich ernst. Beginnend 2017, soll bis 2020 so gut wie keiner mehr übrig sein und der Rest größtenteils in den Regionalverkehr und die Provinz, namentlich Schottland, abgeschoben werden. Als Ersatz werden die Hitachi-Classes 800 (Diesel-Elektro-Hybrid) und 801 (Elektro) auf die Gleise geschickt. Der Markenname der Neubauzüge: Intercity-Express. I see what they did there – mit 30 Jahren Verpätung.

*Nur dass der Eurofima, genau umgekehrt zum Mark 3, als Triebzug-Mittelwagen enstand und erst später an Lokomotiven gehängt wurde.

Land: United Kingdom
Betrieb: British Rail
Hersteller: BREL Crewe
Typ: Class 43, Mark 3
Angeschafft: 1975-1982
Ausgemustert: 2017ff
Nummern: 43000-43197
Bildtyp/-art:
Schlüsselwörter:  
Datum: 05.06.2017 20:42
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Hinzugefügt von: Darth Sauron
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Class 66 Colas Rail