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Home → [09] Verschiedenes → Haltestellencollagen → Von Hochfinanz und Subkultur - H&U-Collage #3


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Partykracher Unter Tage - H&U-Collage #4  
Von Hochfinanz und Subkultur - H&U-Collage #3
Beschreibung: Wenn man die repräsentativ gestaltete Zentrale einer Bank begutachtet und dabei an einem Fachgeschäft für Wasserpfeifen lehnt, steht man zweifelsfrei auf dem Rudolfplatz. Er entand in den 1880ern im Zuge der Schleifung der Stadtmauer und der Erweiterung der Stadt Köln. Am westlichen Rand der Altstadt gelegen und um die mittelalterliche Hahnentorburg angelegt, war er einer der prächtigeren Plätze der gerade entstehenden Neustadt Kultur hat hier eine lange Tradition. Bis zum letzten Weltkrieg spielte hier die Kölner Oper, in einem der prunkvollsten Bauwerke die jemals in dieser Stadt errichtet wurden. Es gab wohl nicht viele stadtplanerische Entscheidungen, die im Nachhinein so bitter bereut wurden wie sein Abriss angesichts nur geringer Schäden. An seinem Platz steht heute das Barcelo-Hotel. Der Fortgang der Oper hängt wohl nicht nur indirekt mit dem generellen Niedergang des Rudolfplatzes zusammen. Zwar ist er bis heute einer der angenehmeren Aufenthaltsorte an den Ringen, aber an Glanz und Gloria vergangener Zeiten erinnert außer einigen Stuckfassaden nicht mehr viel. Theater und Kinos rotten vor sich hin, Ladenlokale stehen leer. Nicht weit entfernt klafft die wahrscheinlich letzte kriegsverschuldete Baulücke der Innenstadt. Die umliegenden Straßen der Neustadt zählen dennoch zu den teureren Addressen der Stadt, aufwändig sanierte Gründerzeithäuser prägen sie. Unter der NS-Diktatur wurde die Hahnenstraße quer durch die Altstadt zum Neumarkt geschlagen, und auch dies tat dem Rudolfplatz nicht gut. Und doch, mit dutzenden von Straßencafés und Diskotheken aller Preisklassen zeigt er sich auch heute als lebendiger und bunter Treffpunkt in der Innenstadt.

Für Nah- und Individualverkehr ist der Rudolfplatz seit Alters her ein Knotenpunkt. Zur Zeit der vorletzten Jahrhunderwende wurde er noch in vier Richtungen von Straßenbahnen überquert, die Dampfzüge nach Frechen fuhren auch damals schon hier. Fuhr die Elektrische von und zum Neumarkt zu Beginn noch durch das Hahnentor selbst, führen ihre Gleise heute daran vorbei, die Strecke entlang der Ringe verschwand in den 1980ern unter die Erde.
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Datum: 09.05.2013 20:42
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Hinzugefügt von: Darth Sauron
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Sweet Home Buchheim - H&U-Collage #2